Der 8.-ten Monat! Bald ist es soweit. Das Baby legt jetzt noch einmal richtig an Gewicht und Größe zu. Außerdem beginnt das Kind die Beine anzuziehen, die Arme zu verschränken und zieht dabei auch den Kopf leicht an. Diese Stellung wird in der Fachliteratur auch Fetusstellung genannt. Die meisten Kinder drehen sich in den kommenden Wochen mit dem Kopf nach unten.

Viele Frauen klagen in dieser Zeit über Sodbrennen, Rückenschmerzen und schweren Beinen. Weniger Frauen klagen über Kurzatmigkeit und Schlafmangel. In diesem Monat schläft das Baby sehr viel. Wenn es aber wach ist beschäftigt es seine Mutter umso mehr. Das Kind reagiert neugierig auf alles was sich außerhalb seiner Umgebung anbahnt. Selbst Licht wird durch das Baby bewusst wahrgenommen.

Ab der 29.-ten Schwangerschaftswoche wird bei den Vorsorgeuntersuchungen auch die Lage des Kindes regelmäßig kontrolliert. Hierzu gehört unter anderem auch die Kontrolle des Mutterkuchens (Plazenta). Ebenso werden beim Ultraschall der Zustand sowie die Lage der Nabelschur untersucht. Diese Untersuchungen finden in der Regel alle 14 Tage statt.

Am Ende des 8.-ten Monats kann es zu einer Art Vorwehen (Braxton-Hicks-Kontraktionen) kommen. Diese "Wehen" trainieren die Gebärmutter und bereiten sie für die Geburt vor. In der Literatur findet man hierzu auch die Beschreibung als "wilde Wehen" oder "schmerzlose Kontraktionen". Sie stellen in der Regel keine Gefahr für Mutter und Kind dar. Das Kind wiegt zu diesem Zeitpunkt bereits 1600 - 1800 Gramm.




Für die Mutter beginnt im 9.ten Monat eine beschwerliche Zeit. Das Baby kann in dieser Zeit noch einmal gut 1000 Gramm an Gewicht zulegen. Dieses enorme Wachstum zeigt sich bei der werdenden Mutter mit einem großen Bauchumfang. Sie sollten sich jetzt, wenn es möglich ist, sehr viel Ruhe gönnen.

Die ersten Senkwehen pressen das Baby in das Becken der Mutter. Bei den Untersuchungen wird dies regelmäßig untersucht und gegebenenfalls von "Außen" nachgeholfen. Gegebenenfalls wir der Frauenarzt auch die Möglichkeit eines Kaiserschnittes erörtern.

Das Kind wird jetzt nicht nur mit Nahrung, Flüssigkeit und Sauerstoff versorgt. Zusätzlich werden über die Nabelschnur Antikörper zur Vorbeugung von Krankheiten empfangen. Auch der Kalziumspiegel des Babys wird angehoben. Hier empfiehlt sich die Einnahme von Kalziumprodukten durch die Mutter. Sprechen Sie mit ihrem Arzt über die Art der Einnahme. Meist reicht eine Erhöhung beim Konsum von Milchprodukten aus.

Jetzt kann es jeden Tag soweit sein. Zu diesem Zeitpunkt sollten sie bereits alle Dinge, die sie im Krankenhaus benötigen werden, in einem kleinen Köfferchen griffbereit haben. Ebenso sollten Sie sich Gedanken gemacht haben, ob sie das schwangerschaft Nabelschnurblut ihres Kindes einfrieren lassen wollen.

Wenn Sie jetzt oft unter Müdigkeit leiden kann eine Anämie (Blutarmut) der Grund sein. Hier sollten Sie mit ihrem Arzt klären, ob sie ein Zusatzpräparat zu sich nehmen dürfen. Ein anderer Grund kann aber auch einfach das hohe Gewicht sein, das sie mit sich umhertragen.

Ihr Arzt wird regelmäßig die Versorgung des ungeborenen Kindes prüfen. Ein Anzeichen für die anstehende Geburt ist der Abstand zwischen den Wehen. Wenn sich die Schwangerschaftswehen regelmäßig alle 5 Minuten wiederholen ist es fast so weit. Die Geburt findet bald statt.




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