Im sechsten Monat beginnt das Baby kleine Fettpölsterchen anzulegen. Die Haare werden immer dichter und die Fingerabdrücke bilden sich auf den Fingerkuppen. In dieser Zeit lieben es die Kleinen, wenn die Mutter Zeit für Entspannung und Ruhe findet.

Das Fruchtwasser nimmt zu und die Kalkdrüsen produzieren eine weißliche, cremige Schicht. Diese Schicht wird auch Käseschmiere genannt und überzieht den kleinen Körper mit einer Schutzschicht.

Das Baby ist jetzt relativ aktiv, reagiert bereits auf Geräusche und kann sich, Dank eines bereits gut ausgebildeten Gleichgewichtssinns, gezielt bewegen und strampeln. Für die werdende Mutter bedeutet das, dass der Platz für Magen und Darm immer enger wird. In vielen Fällen wird hierbei auch das Zwergfell hochgeschoben.

In der Folge führt das zu Kurzatmigkeit. Das Baby ist Ende des 6.-ten Monats immerhin ca. 700 g schwer und knapp 30 cm lang. Auch der Bauchumfang der Mutter nimmt in der Regel um 3 - 5 cm zu.

Beim Arzt kann in dieser Zeit über einen Hämoglobintest festgestellt werden ob das Baby ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Eine Verbesserung des Wertes kann hier meist mit der Einnahme von Eisenpräparaten erreicht werden.

In dieser Zeit beginnt auch eine sehr intensive Festigung der Beziehung zwischen Mutter und Kind, da beide auf die Reaktion des anderen reagieren können. Die werdenden Väter sind leider von diesen ersten "Berührungen" ausgenommen.

Am Ende des 7.-ten Monats füllt das Baby bereits die Gebärmutter zu 95% aus. Leider spürt die werdende Mutter jetzt alle Tritte und Ellenbogenstöße intensiver.

Das Baby kann jetzt schon gut hören, schmecken und sogar riechen. So macht es durchaus Sinn jetzt bereits mit dem Baby zu reden. Auch auf äußere Reize wie Druck oder schnelle Bewegungen reagiert das Baby bereits heftig.

In dieser Zeit nehmen auch die Ängste der Mutter zu. "Hoffentlich bekomme ich mein Kind gesund zur Welt?" Dieses Verhalten ist weit verbreitet und völlig normal, da die Mutter sich jetzt auf ihre zukünftige Rolle vorbereitet. Hier sollte gerade der Partner immer ein offenes Ohr für die Mutter haben und als beruhigender Zuhörer zur Verfügung stehen.

Das Baby trinkt übrigens zu dieser Zeit täglich bis zu 3 Liter Fruchtwasser und scheidet es auch wieder aus. Auch die Augen sind die meiste Zeit geöffnet und das Baby reagiert auf äußere Lichteinflüsse mit reichlich Strampeln.

Für die Mutter ist diese Zeit oft mit Schwindelgefühl und Herzrasen geprägt. Zum Ende des Monats liegt das Köpfchen schon meist unten und es bleibt nur noch wenig Platz zum strampeln und turnen. Das Baby wiegt jetzt schon ca. 1000 g, die Lungenreifung ist weit fortgeschritten und unter guten Umständen wäre das Baby jetzt bereits überlebensfähig.



schwangerschaft Monat 1-5 in der Schwangerschaft schwangerschaft Monat 8-9 in der Schwangerschaft